Zitate

von Heinrich Heine (13. Dezember 1797 -17. Februar 1856)


Hintergrund:

Heines Poetik ist nicht nur bekannt für scharfsinnige Beobachtungen, sondern auch seinen spielerischen Sprachgebrauch!


Zitate aus Heines Werk:

"Dies war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen." (aus "Almansor", 1821)

"Der Teufel, der Adel und die Jesuiten existieren nur so lange, wie man an sie glaubt." ("Reisebilder: Italien", 1830) 

"Das ist schön bei uns Deutschen: Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht." ("Die Harzreise", 1826)

"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht." ("Nachtgedanken", 1843) 

"Ich höre schon ihre Bierstimmen. Du lästerst sogar unsere Farben, Verächter des Vaterlandes, Freund der Franzosen... Beruhigt Euch! Ich werde Eure Farben achten und ehren, wenn sie es verdienen, wenn sie nicht mehr eine müßige oder knechtische Spielerei sind... Beruhigt Euch, ich liebe das Vaterland ebenso wie Ihr. Wegen dieser Liebe habe ich 13 Lebensjahre im Exil verlebt, und eben wegen dieser Liebe kehre ich wieder zurück ins Exil... Ich bin ein Freund der Franzosen, wie ich der Freund aller Menschen bin, wenn sie vernünftig und gut sind..." (Vorwort von "Deutschland. Ein Wintermärchen", 1844)

"Im düstern Auge keine Träne, sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne: «Deutschland, wir weben Dein Leichentuch, wir weben hinein den dreifachen Fluch - wir weben, wir weben!» (aus: "Die schlesischen Weber", 1844)

"Gott hat uns die Zunge gegeben, damit wir unsern Mitmenschen etwas Angenehmes sagen." ("Geständnisse", 1854)

"Es gibt zwei Sorten Ratten: die hungrigen und die satten. Die satten bleiben vergnügt zu Haus, die hungrigen aber wandern aus... Es haben diese Käuze, gar fürchterliche Schnäuze. Sie tragen die Köpfe geschoren egal, ganz radikal, ganz rattenkahl..." (aus "Die Wanderratten", 1855)