Literatur war eine lange Zeit nur für eine Elite! (Zum Teil immer noch, da Bildung - und Freizeit - verlangt werden!)
Schriftsteller konnten auch erst im 19. Jahrhundert allein vom Schreiben genug verdienen, um davon zu leben. Hier wäre Heinrich Heine zu erwähnen, der als deutscher Schriftsteller in Paris lebte!
"Intentional Fallacy" ist die Idee, dass man nie wissen kann, ob man die genaue Absicht oder Meinung eines Autors (bzw. einer Autorin) versteht, ausser wenn man mit den Autoren spricht oder sonstige Belege (Briefe, Essays, Interviews) findet.
Folglich ist alles interpretierbar und alles, was man im Text zu finden meint, ist erlaubt. Literatur wird umstritten und muss diskutiert werden.
Zwischen Leser und Autor steht "das Werk" (oder Text) - wie eine Mauer, auf der geschrieben wurde!
Ein Text, über den man nicht (mehr) spricht, ist tot.
Vier Ideen über Literaturtheorien muss man verstehen:
1) "werk immanent" (das Werk allein) heißt, dass man allein vom Text (Werk) genug hat, um ihn zu verstehen.
2) Der nächste Schritt wäre, auch Information über Autor(in) zu haben, um das Werk besser zu verstehen.
3) Ein weiterer Schritt ist natürlich zu sagen, dass man auch die Zeit und Kultur (einschließlich aller politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umstände) verstehen soll, um ein Werk gut zu interpretieren!
4) Gewisse Fächer (wie Psychologie oder marxistische Lehre) könnten auch eine Rolle bei der Interpretation spielen, wenn man (lese: langweilige Professoren) will!
Literatur kann man als ...
1) Spiegel verstehen: Werke zeigen eine Zeit oder eine Kultur! (Ab und zu ist es eine, die nicht mehr existiert!)
2) Wünschbild verstehen: Schriftsteller möchten damit die Welt ändern (oft verbessern)!
3) Schreckensbild oder Warnung: diese Werke zeigen eine Welt, die wir vermeiden sollten!
Beim Lesen wird auch Bewertung immer eine Rolle spielen!
Bewertung kann rein subjektiv sein, oder kann anhand Regeln vorgehen, oder kann eigentlich subjektiv sein, obwohl man (lese: ein Kritiker) meint, gewisse Kriterien zu benutzen!
1) Der Leser fragt sich, ob das Werk ihm gefällt. (Antwort: Ja, Nein oder Jein!)
2) Der Leser fragt sich, ob das Werk Qualität hat. (Ist es gut oder schlecht?)
3) Literaturkritiker und -historiker (und Oprah!) möchten auch sagen, ob ein Werk wichtig (oder unwichtig ) ist.
Letzendlich schaffen diese Menschen ab und zu neues Interesse an alte (und vergessene) Werke. Ein Werk, das gelesen wird, muss man für wichtig halten. Aber Werke, die heute kaum gelesen werden, können für die Entwicklung der Literatur eine grosse Rolle gespielt haben!
Technologie hat eine Verbindung mit Literatur!
Technologie kann
1) eine Technologie ersetzen. (Beispiel: Telegraph wurde von Telefon erzetzt.)2) eine Technologie ergänzen. (Fernsehen hat Radio nur ergänzt.)
Mündliche Versionen von Texten konnte man dann als Handschriften niederschreiben und verewigen.
Bücher (seit Gutenberg im 15. Jahhundert) änderten die Welt - was wird das digitale Zeitlalter noch bringen?
Das Theater wurde nicht vom Kino ersetzt, aber DVDs ändern die Zahl der Kinobesuche.
Die Basis eines Filmes ist immerhin das Drehbuch - eine geschriebene Darstellung von allem, was in den Film kommen sollte!
Alle Filme sind Verfilmungen - nur nicht alle sind Verfilmungen von literarischen Werken!
Es fragt sich auch, ob Literatur eine Macht in der Welt sei oder nicht. Dafür spricht die Tatsache, dass Staaten oder Regierung früher versuchten und noch heute versuchen, Werke durch Zensur zu verbieten, Schriftsteller zu unterdrücken, und Meinungen zu kontrollieren. Die Arbeit der Aufklärung geht weiter!
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Last modified: February 1, 2006.